Tag der KI in Regensburg: MINT-Labs wurden zum Lern- und Experimentierort für KI

Beim ersten „Tag der KI“ in Regensburg wurde Künstliche Intelligenz an elf Orten in der Stadt erlebbar. Als Netzwerkpartner von AIR Artificial Intelligence Regensburg waren die MINT-Labs am 25. September 2026 Schauplatz für Workshops von Schule, Wissenschaft und Wirtschaft. Wie lernen Maschinen? Was kann KI – und wo liegen ihre Grenzen? Wie lassen sich Lernspiele mit KI entwickeln? Und welche Ausbildungsberufe, Schulfächer oder Start-up-Ideen könnten daraus entstehen? Beim „Tag der KI“ kamen diese Fragen bei den MINT-Labs Regensburg ganz praktisch auf den Tisch. Vier unterschiedliche Formate brachten Kinder und Jugendliche mit KI, Wissenschaft, Schule und Wirtschaft in Kontakt.
Künstliche Intelligenz ist längst kein Thema mehr, das nur in Forschungslaboren oder Technologieunternehmen stattfindet. Sie verändert Lernen, Arbeiten, Kommunikation und zunehmend auch die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Genau diese Breite sollte der erste „Tag der KI“ in Regensburg am 25. September 2026 sichtbar machen. Organisiert vom Cluster AIR – Artificial Intelligence Regensburg beteiligten sich mehr als 50 Unternehmen und Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Rund 80 Programmpunkte an elf Orten machten KI für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich – von Fachvorträgen und Workshops bis zu Mitmachangeboten für Schülerinnen und Schüler. Die MINT-Labs Regensburg waren als Netzwerkpartner Teil dieses stadtweiten Aktionstags und stellten ihre Räume in der Rudolf-Vogt-Straße als Lern- und Experimentierort zur Verfügung. Im Mittelpunkt standen dabei Formate, die KI nicht nur erklären, sondern zum eigenen Ausprobieren und Hinterfragen einladen. KI verstehen beginnt früh Den Vormittag gestalteten Schülerinnen und Schüler der Privaten Realschule PINDL unter der Leitung von Kerstin Schreiber gemeinsam mit Grundschüler:innen der 4. Klasse der Gerhardinger Schule. Im Workshop „KI entdecken – von Schülern für Schüler“ konnten die Kinder an verschiedenen Stationen selbst ausprobieren, wie KI funktioniert. Unter anderem trainierten sie ein KI-Modell zur Erkennung von Plastikmüll, entwickelten mit Unterstützung von KI kreative Geschichten und Bilder und beschäftigten sich mit der Frage, warum gute Eingaben zu besseren Ergebnissen führen können. Ebenso wichtig war der Blick auf die Grenzen der Technologie: KI kann Fehler machen, Ergebnisse müssen kritisch hinterfragt werden und persönliche Daten gehören nicht unbedacht in digitale Systeme. Damit wurde ein Aspekt deutlich, der für die Bildungsarbeit rund um KI zentral ist: KI-Kompetenz beginnt nicht erst im Informatikstudium. Kinder und Jugendliche brauchen früh Gelegenheit, Funktionsweisen zu verstehen, eigene Erfahrungen zu sammeln und digitale Ergebnisse kritisch einzuordnen.
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Wie lernen Maschinen? Einen weiteren Zugang zum maschinellen Lernen bot Dr. Elisabeth Moser mit der „KI-Entdeckungsreise – Wie lernen Maschinen?“. Der Workshop richtete sich an Schüler:innen der 3. bis 8. Klasse (heute dabei die Mittelschule Am Schloßberg aus Regenstauf) und beschäftigte sich mit verschiedenen Formen des maschinellen Lernens – darunter überwachtes, unüberwachtes und bestärkendes Lernen. Dabei ging es ausdrücklich nicht darum, Programmcode zu schreiben. Im Vordergrund stand das Verständnis dafür, wie Maschinen anhand von Daten und Beispielen Muster erkennen und daraus Entscheidungen ableiten. Der Workshop knüpfte damit an einen Ansatz an, den Moser auch in ihrer bisherigen Arbeit als KI- und Data-Science-Expertin verfolgt: komplexe technische Zusammenhänge so zu vermitteln, dass sie für junge Menschen nachvollziehbar und praktisch erfahrbar werden. Begleitet wurde das Format von Ilona Scherschmidt von Meet and Code und Haus des Stiftens, die damit auch die Perspektive der digitalen Bildungsförderung und des Engagements für junge Menschen einbrachte. Haus des Stiftens ist unter anderem Träger beziehungsweise Partner hinter der Initiative Meet and Code, die digitale Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen fördert. Von KI zu eigenen Lernspielen Am Nachmittag rückte die Verbindung von KI, Pädagogik und Kreativität in den Mittelpunkt. Dr. Stefanie Nickel von der Universität Regensburg leitete den Workshop „Lernspiele gestalten mit KI“. Die Teilnehmer:innen entwickelten eigene Ideen für KI-gestützte Lernspiele und setzten sich dabei nicht nur mit den technischen Möglichkeiten, sondern auch mit den Grenzen von KI auseinander. Fragen wie „Was kann Künstliche Intelligenz – und was nicht?“, „Wie funktioniert ein sprechender Computer?“ oder „Was unterscheidet Menschen eigentlich von Maschinen?“ bildeten den Ausgangspunkt für das gemeinsame Arbeiten. Das Format zeigt beispielhaft, wie KI-Bildung über reine Anwendungskompetenz hinausgehen kann: Technologie wird zum Werkzeug für kreatives und pädagogisches Arbeiten – und gleichzeitig zum Gegenstand kritischer Auseinandersetzung.
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AUMOVIO FutureLab: Zukunft gemeinsam entwickeln Mit dem AUMOVIO FutureLab „KI verstehen, Zukunft gestalten“ kam anschließend die Perspektive der Wirtschaft und der zukünftigen Arbeitswelt hinzu. Jugendliche ab 13 Jahren konnten zunächst anhand eines interaktiven Air-Hockey-KI-Modells nachvollziehen, wie Daten erfasst und verarbeitet werden, wie ein Modell trainiert wird und wie daraus Entscheidungen entstehen. Anschließend ging es stärker um die Frage, was sich mit KI künftig verändern könnte. Gemeinsam mit Bastian Halbritter und dem AUMOVIO-Team entwickelten die Jugendlichen Ideen für zukünftige Ausbildungsberufe, mögliche neue Schulfächer und innovative Start-ups. Dabei entstanden zahlreiche unterschiedliche Ansätze – von neuen beruflichen Tätigkeitsfeldern bis hin zu Ideen, wie Bildung und Technologie künftig stärker zusammenspielen könnten. Gerade dieser Perspektivwechsel war für den Tag der KI interessant: KI wurde nicht nur als bestehende Technologie betrachtet, sondern als Ausgangspunkt für die Frage, wie die Zukunft von Bildung und Arbeit gestaltet werden kann. Ein Aktionstag, viele Perspektiven Die Angebote bei uns waren dabei nur ein Ausschnitt eines deutlich größeren Programms. An den weiteren Veranstaltungsorten reichte die Bandbreite von KI-Anwendungen in Mobilität und Produktion über Robotik, Cybersecurity und Medizin bis hin zu Fragen des gesellschaftlichen Umgangs mit KI. An der OTH Regensburg konnten beispielsweise verschiedene KI-Demonstratoren und Forschungsprojekte ausprobiert werden; in der TechBase gab es Fachvorträge und weitere interaktive Stationen. Auch TV Aktuell Ostbayern (TVA) war vor Ort und berichtete über den Aktionstag. Im Mittelpunkt des Beitrags standen neben den Anwendungsmöglichkeiten auch Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz. Für den 30. September kündigte TVA zudem eine eigene Sondersendung zum Tag der KI an. Für die MINT-Labs war der Tag vor allem eines: ein Beispiel dafür, wie Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und gesellschaftliches Engagement zusammenkommen können, wenn neue Technologien nicht nur präsentiert, sondern gemeinsam ausprobiert und diskutiert werden. Die unterschiedlichen Formate haben dabei gezeigt, dass KI-Bildung viele Zugänge braucht: vom spielerischen Entdecken in der Grundschule über das Verständnis maschineller Lernverfahren bis hin zur Frage, wie KI zukünftige Lernwelten, Berufe und Geschäftsmodelle verändern könnte. Genau an dieser Schnittstelle verstehen wir uns als Lernort: Technologie verständlich machen, eigenes Ausprobieren ermöglichen und junge Menschen dazu befähigen, Zukunft nicht nur zu konsumieren, sondern mitzugestalten.
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Text teilweise KI-generiert. Fotos Copyright MINT-Labs Regensburg e.V.